Gesundheit

Allianzen für Gesundheit

Im Vergleich zu vielen ihrer Altersgenossen sind Jugendliche in Afrika beim Thema Sexualität äußerst schüchtern. Denn alle Fragen rund um dieses Thema sind tabuisiert. Eine frühzeitige Bildung zu Themen wie Sexualität, Verhütung und HIV/AIDS ist deshalb besonders wichtig. So hat Uganda die höchste Geburtenrate in Afrika. Jede Frau bekommt hier durchschnittlich sieben Kinder. Die meisten Schwangerschaften sind ungewollt. Gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) geht Bayer HealthCare mit einem Aufklärungsprogramm für Teenager unter 15 neue Wege: David  Kafambe und seine Kollegen von der DSW fahren mit einem „Youth Truck“ direkt dorthin, wo die jungen Ugander sich aufhalten: in die Schulen, auf die Marktplätze und zu den Jugendtreffs. Mit  spielerischen Methoden holen sie die Jugendlichen aus der Reserve: Wer den Ball fängt, stellt die erste Frage, was ihn oder sie am meisten am Thema Sexualität interessiert. Dann fliegt der Ball  zum nächsten Teenager und zur nächsten Frage. Jeder Ballkontakt bringt mehr Informationen und mehr Sicherheit im Umgang mit diesem wichtigen Thema.

Ziele unseres Bayer-Nachhaltigkeitsprogramms

Leuchtturm-Projekt „Familienplanung“:

  • Gemeinsam mit USAID bis 2012 Einführung von Originalprodukten zur Empfängnisverhütung zu marktkonformen Preisen in elf afrikanischen Ländern
  • Gemeinsam mit unseren Partnern (z. B. USAID, UNFPA, IPPF) Verdopplung der derzeitigen Aktivitäten in der Familienplanung
  • Steigerung der Lieferung von oralen Kontrazeptiva auf 110 Millionen Zyklen pro Jahr gemeinsam mit Partnern (z. B. USAID)

Leuchtturm-Projekt „Vernachlässigte Krankheiten“

  • Unterstützung der WHO im Kampf gegen Chagas und bei der Behandlung der Afrikanischen Schlafkrankeit
  • Forschung zur Verkürzung der Tuberkulose-Behandlung gemeinsam mit der Global Alliance for TB Drug Development

Programm zur selbstbestimmten Familienplanung

Selbstbestimmte Familienplanung ist in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern immer noch ein Tabu-Thema. Viele Frauen werden ungewollt schwanger, häufig in sehr jungem Alter. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben täglich 1.500 Frauen durch Komplikationen während der Schwangerschaft und bei der Geburt. 10.000 Kinder sterben täglich weltweit während der ersten Lebensmonate, davon allein 99 Prozent in Entwicklungsländern. Im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms möchte Bayer mit dem Leuchtturm-Projekt „Familienplanung“ entscheidend dazu beitragen, Frauen zu unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ganz wesentlich bei der Familienplanung ist die Möglichkeit, über Verhütungsmittel zu verfügen. Gemeinsam mit Partnern wie dem United Nations Population Fund (UNFPA) und der International Planned Parenthood Federation (IPPF) soll durch mehr Gesundheitsinformation und Aufklärung das Risiko ungewollter Schwangerschaften und unsicherer Schwangerschaftsabbrüche reduziert werden. 
Das Engagement des Konzerns unterstützt die Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (UN): Darin hat sich die Weltgemeinschaft u. a. verpflichtet, bis 2015 die Kindersterblichkeit zu verringern, die Gesundheit der Mütter zu verbessern und die Gleichstellung der Geschlechter zu stärken. Doch die Herausforderungen sind groß. Die WHO schätzt, dass von weltweit rund 210 Millionen Schwangerschaften pro Jahr etwa 38 Prozent ungeplant sind und 20 Prozent abgebrochen werden – das sind jährlich über 40 Millionen Schwangerschaftsabbrüche, der überwiegende Teil davon in Entwicklungsländern.

Kooperation ermöglicht Zugang zu Verhütungsmitteln

Sexualerziehung: Jugendbus in Uganda Bild vergrößern
Sexualerziehung: Jugendbus in Uganda
Das Leuchtturm-Projekt „Familienplanung“ profitiert von der jahrelangen Expertise, die Bayer HealthCare (BHC) im Bereich Verhütung einbringen kann. „Doch uns geht es nicht nur darum, sichere und risikoarme Verhütungsmethoden auf den Markt zu bringen“, erläutert Dr. Ulrich Köstlin, Mitglied des Vorstands der Bayer Pharma AG sowie des Bayer HealthCare Executive Committee. „Wir wissen auch, wie wichtig es ist, umfassend über ihren Nutzen und Risiken sowie ihre korrekte Anwendung aufzuklären. Darüber hinaus stellen auch die Preise für Verhütungsmittel in vielen Ländern eine Herausforderung dar. Bayer berücksichtigt daher auch die geringere Kaufkraft gerade in Entwicklungsländern.“ Preise für Verhütungsmittel müssen dem Einkommen der Patienten angepasst sein und stellen einen essenziellen Faktor für den Zugang der Patienten zu medizinischer Versorgung dar.
bhc hat im September 2009 mit der Entwicklungsorganisation United States Agency for International Development (USAID) dazu eine Kooperation mit Modellcharakter abgeschlossen. Das Unternehmen hat sich bereit erklärt, ein orales Verhütungsmittel in bestimmten afrikanischen Entwicklungsländern zu einem reduzierten Preis einzuführen, damit sich Frauen mit geringem Einkommen das Originalprodukt leisten können. Beginnen soll dies mit dem oralen Verhütungsmittel Microgynon®Fe in Äthiopien, gefolgt von Tansania und Uganda. Bis 2012 werden weitere acht afrikanische Länder folgen.
Erstmals kooperiert eine staatliche Organisation mit einem Hersteller, um ein niedrigpreisiges orales Kontrazeptivum Frauen in Äthiopien zur Verfügung zu stellen. „Gemeinsam mit usaid werden wir die Voraussetzungen schaffen, damit in dieser Region Aufklärung, Vertrieb und Training für die pharmazeutisch-medizinischen Fachkräfte sichergestellt werden können“, erklärt Klaus Brill, Leiter des Bereichs Corporate Commercial Relations. Mithilfe von zahlreichen Familienplanungsprogrammen werden wir unser gemeinsames Engagement bis 2012 verdoppeln. So werden beispielsweise orale Verhütungsmittel in einer Größenordnung von bis zu 110 Millionen Monatszyklen pro Jahr zur Verfügung gestellt, sodass acht Millionen Frauen jährlich in Entwicklungsländern sicher verhüten können.

Partnerschaften für sexuelle Aufklärung

Jedes Jahr werden nach Angaben der WHO etwa 16 Millionen Kinder geboren, deren Mütter zwischen 15 und 19 Jahren alt sind. Mehr als 90 Prozent dieser Mütter leben in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dort ist das Wissen über Sexualität und Verhütungsmethoden häufig sehr begrenzt, vielfach auch tabuisiert. Wissen, Aufklärung und Erziehung sind aber unabdingbare Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben und eine autonome Familienplanung. Bayer HealthCare verfolgt in seinem Programm zur Familienplanung daher einen weiteren Ansatz: Wir engagieren uns auch für eine umfassende Sexualaufklärung. Dies beinhaltet insbesondere in Afrika auch das Thema hiv/aids. Es soll Kinder und Jugendliche unterstützen, eine bewusste Entscheidung über Verhütung zu treffen und die Ausbreitung von sexuell übertragbaren Krankheiten zu verhindern.
Dazu arbeitet das Unternehmen in einem Projekt mit der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) zusammen, die Aufklärungsprogramme in Entwicklungsländern durchführt. Dabei geben Jugendliche ihr Wissen an andere Gleichaltrige weiter. „Wir sprechen die Jugendlichen in den von uns aufgebauten Jugendklubs an und unterrichten sie dann fünf Tage lang, wie man mit Sexualität umgeht, Kondome benutzt und sich vor hiv/aids schützen kann. Danach setzen sie das Erlernte mit kreativen Methoden wie Spielen, Liedern und kleinen Aufführungen in den Schulen und den Dorfgemeinschaften um“, berichtet Silke Rauschenbach von der dsw. Diese Methode wird auch kulturellen Unterschieden gerecht: „Hier erreicht man die Menschen nur über Kreativität. Wenn man sie direkt anspricht, drehen sie sich um und gehen weg“, erklärt der DSW-Mitarbeiter David Kafambe.

Das Bewusstsein dafür, dass das „erste Mal“ ohne Verhütungsmittel weitreichende Folgen haben kann, fehlt aber auch in den industrialisierten Ländern. Rund 25 Prozent der jungen Frauen im Alter von 14 bis 24 Jahren weltweit sind nicht entsprechend aufgeklärt. Bayer HealthCare engagiert sich daher auch beim jährlichen „Welt-Verhütungstag“ am 26. September. Initiiert von zehn internationalen Organisationen, die sich mit dem Thema Sexualgesundheit beschäftigen, bietet er eine weltweite Plattform für Aktionen, Initiativen und Bewusstseinskampagnen. Teil der damit verknüpften Aufklärungsinitiative ist die globale Internetseite http://www.your-life.com/

In einem weiteren Projekt will Bayer HealthCare das Bewusstsein für das breite Angebot an Verhütungsmethoden stärken und über Langzeitverhütung und Sterilisation informieren. Das im Juni 2009 von der Nichtregierungsorganisation Engender Health gestartete Projekt „RESPOND“ (Respond to the Need for Family Planning through Expanded Contraceptive Choices and Program Services), das von Bayer HealthCare mit Trainingsmaterial unterstützt wird, informiert über die Langzeitverhütung und Sterilisation für Entwicklungsländer.

Selbstbestimmte Familienplanung

Selbstbestimmte Familienplanung ist ein zentrales Thema für die Gesundheit der Mütter und die Entwicklung ganzer Gesellschaften. IPPF versteht sich als Stimme der Frauen, die sich dafür einsetzt, dass die besten Methoden für Familienplanung nicht nur in privilegierten Ländern, sondern für alle Frauen weltweit verfügbar sind, führt Dr. Kelly Culwell aus. Insbesondere in afrikanischen Ländern besteht ein großer Bedarf an gezielten Maßnahmen zur Familienplanung: Doch müssen wir dort vielerorts mit logistischen, bildungsbedingten und vor allem kulturellen Schwierigkeiten kämpfen.
Dr. Kelly Culwell, Senior Advisor International Planned Parenthood Federation, IPPF (Internationale Vereinigung für geplante Elternschaften)Bild vergrößern
Dr. Kelly Culwell, Senior Advisor International Planned Parenthood Federation, IPPF (Internationale Vereinigung für geplante Elternschaften)

Die Organisation macht sich für die Einbindung der dörflichen Gemeinschaft stark, wenn es um das Thema Familienplanung gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern geht. Aber auch ein zuverlässiger Schutz durch Verhütungsmittel kann nur gewährleistet sein, wenn sie richtig angewendet werden. Dazu müssen dem Bildungsniveau entsprechende Schulungsmaßnahmen durchgeführt werden, die dem jeweiligen kulturellen Kontext angepasst sind. Die IPPF, ein Zusammenschluss aus lokalen Organisationen in 171 Ländern, kann dabei ihr Wissen, ihre Erfahrung und das durch die Zusammenarbeit mit den dörflichen Gemeinschaften gebildete Vertrauen einsetzen, um die geeigneten Familienplanungsmaßnahmen einzuführen. Der Bedarf an einer verbesserten Familienplanung ist dabei nicht nur auf Entwicklungsländer beschränkt. Auch in Industrieländern müssen wir in wirkungsvollere Methoden und noch mehr Aufklärung investieren, macht Culwell deutlich. 

Die IPPF begrüßt das weltweite und vielseitige Engagement von Bayer HealthCare für Familienplanung. Das von Bayer HealthCare gemeinsam mit der DSW realisierte Projekt in Uganda bewertet Culwell positiv: Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, dass vor Ort mit vertrauenswürdigen Gleichaltrigen zusammengearbeitet wird.

Unterstützung erfüllt höchste Qualitätsansprüche

Bayer HealthCare achtet auf höchsten Qualitätsstandard – auch bei Medikamenten, die in Entwicklungs- und Schwellenländer geliefert werden. So erreichte Bayer HealthCare für die Verhütungsmittel Microgynon®, Microlut® und das Verhütungsimplantat Jadelle® den sogenannten Präqualifizierungsstatus der who. Hiermit bestätigt die WHO, dass die Präparate und ihre Herstellung internationalen Normen und Standards bei Wirksamkeit, Verträglichkeit, Qualität, etc. entsprechen. Bayer HealthCare ist der erste Hersteller von Medikamenten zur Schwangerschaftsverhütung, der durch die who präqualifiziert wurde.

Medikamente für „vernachlässigte Krankheiten“

Die Ärmsten der Armen leiden häufig unter Krankheiten, die von der medizinischen Forschung vernachlässigt werden. Daher hat Bayer HealthCare mit einem weiteren „Leuchtturm-Projekt“ die „tropischen und vernachlässigten Krankheiten“ in den Blickpunkt gerückt: Laut WHO sind mehr als 3,3 Milliarden Menschen und somit rund die Hälfte der Weltbevölkerung durch Krankheiten wie die Afrikanische Schlafkrankheit, die Chagas-Krankheit, Malaria und Tuberkulose gefährdet. Diese Krankheiten belasten ganze Familien oder Dorfgemeinschaften dauerhaft.
Bayer HealthCare stellt über Hilfsprogramme Medikamente zur Behandlung dieser Krankheiten zur Verfügung, die auf der Liste der unentbehrlichen Medikamente der who stehen.
Im Kampf gegen die Afrikanische Schlafkrankheit stellt das Unternehmen seit 2003 jährlich 10.000 Ampullen mit dem Wirkstoff Suramin für die Monotherapie eines frühen Stadiums der Krankheit zur Verfügung. Zur Therapie des fortgeschrittenen Stadiums der Krankheit stellt Bayer HealthCare seit 2009 zusätzlich jährlich 400.000 Tabletten seines Medikaments Lampit® mit dem Wirkstoff Nifurtimox kostenlos zur Verfügung. Mit einem weiteren Wirkstoff besteht seit 2009 die Möglichkeit einer Kombinationstherapie, die neue Chancen bei der Behandlung späterer Stadien der Schlafkrankheit ermöglicht. 2009 hat die who diese Kombinationstherapie auf die Liste der unentbehrlichen Medikamente gesetzt.
Die Chagas-Krankheit in Lateinamerika, die durch den Biss einer Raubwanze übertragen wird, kostet jährlich rund 14.000 Menschen das Leben. Bayer HealthCare gibt im Rahmen der Kooperation mit der who seit 2002 jährlich Tabletten mit dem Wirkstoff Nifurtimox kostenlos ab. 2007 wurde dieser Kooperationsvertrag über die Abgabe von 2,5 Millionen Tabletten Lampit® und eine Unterstützung von insgesamt 1,5 Millionen us-Dollar für Training und Distribution für weitere fünf Jahre erneuert.
„Die Zusammenarbeit mit der who ist uns besonders wichtig, denn dadurch können wir zielgerichtet die Menschen erreichen, die von diesen Krankheiten betroffen sind“, erläutert Köstlin. „Bei unseren Spenden von Lampit und Germanin für den Kampf gegen Chagas und die Afrikanische Schlafkrankheit arbeiten wir ausschließlich mit der who zusammen." Die Bayer-Spenden-Richtlinie verlangt die Einhaltung der „Guidelines for Drug Donations“ der who.
Eine weitere „vernachlässigte Krankheit“ ist die Tuberkulose (TB). Jedes Jahr treten rund neun Millionen neuer Fälle von aktiver Tuberkulose auf. Nach Schätzungen der who sterben zwei Millionen Menschen jährlich daran. Bayer HealthCare arbeitet zusammen mit der tb Alliance, der Global Alliance for tb Drug Development, an der klinischen Entwicklung einer Therapiemöglichkeit, wodurch der Behandlungszeitraum von bislang sechs Monaten durch eine Kombinationstherapie mit dem von Bayer hergestellten Wirkstoff Moxifloxacin auf vier Monate reduziert werden könnte. Dies wäre eine wesentliche Verbesserung für die betroffenen Patienten, die heute die langwierige und dadurch kostspielige Behandlung oft vorzeitig abbrechen. Gemeinsam mit der tb Alliance will Bayer HealthCare bei einem erfolgreichen Abschluss der Studien daran arbeiten, Moxifloxacin für Tuberkulosepatienten zu erschwinglichen Preisen zugänglich machen – dies insbesondere in den Entwicklungsländern mit hoher Krankheitslast. Zudem sind wir im März 2010 der Initiative „Critical Path to TB Drug Regimen (CPTR)“ beigetreten. Die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Behörden und ngos soll die klinische Entwicklung von tb-Therapien beschleunigen und Kombinationstherapien schneller zulassen helfen.

Wirksamer Schutz durch Mückennetze

Zahlen der who zufolge sind rund 3,3 Milliarden Menschen, also die Hälfte der Weltbevölkerung, dem Risiko ausgesetzt, an Malaria zu erkranken. Jedes Jahr gibt es rund 250 Millionen Erkrankungen und fast eine Million Todesfälle. Als Folge des Klimawandels wird erwartet, dass sich Tropenkrankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber weiter ausbreiten und auch Gebiete erfassen, die bislang noch nicht von den Parasiten betroffen sind. Forscher von Bayer CropScience haben nun erstmals einen Weg gefunden, den von der who für Mückenschutz empfohlenen Wirkstoff Deltamethrin in Polypropylenfasern einzubauen. Das Ergebnis ist eine neue Textilfaser, aus der imprägnierte Mückennetze hergestellt werden können, die weicher, stärker und länger wirksam sind. Das Produkt mit dem Markennamen LifeNet™ ist ein sogenanntes Long Lasting Insecticidal Net (LLIN), das in den nächsten Jahren auf den Markt kommen soll.
Bayer CropScience hat 2009 mit dem „Innovative Vector Control Consortium (IVCC)" in Liverpool, Großbritannien, eine zukunftsweisende Kooperation getroffen. Ziel dieses – zunächst auf einen Zeitraum von drei Jahren angelegten – Projekts ist es, neue Wirkstoffe zu finden, die gegen Mücken und andere krankheitsübertragende Insekten wirksam sind. Diese sollen als sogenannte Public Health Products (phps) zum Schutz der öffentlichen Gesundheit auf den Markt kommen. Bayer CropScience bringt seine jahrelange Expertise ein sowie sein umfangreiches Spektrum an Substanzen und Screening-Möglichkeiten. Für die Zusammenarbeit öffnet Bayer erstmals seine Substanzbibliothek – eine der größten weltweit.

Innovative Medikamente allen zugänglich machen

Für manche Krankheiten, die vor allem in Schwellenländern zunehmen, sind innovative Therapien und Medikamente erfolgreich auf dem Markt. Vielen Patienten in diesen Ländern steht jedoch der notwendige Zugang zu innovativen Medikamenten und Therapien nicht offen. In China gibt es seit 2007 ein erstes Zugangsprogramm für das Krebsmedikament Nexavar® von Bayer HealthCare. Das Medikament ist in der EU für die Behandlung von Nieren- und Leberzellkarzinomen zugelassen. Das Programm ermöglicht Krebspatienten den Zugang zur Therapie mit Nexavar® und übernimmt die Kosten des Medikaments zeitweise oder für den gesamten Behandlungszeitraum. Eine Erweiterung des Programms auf andere Länder – u. a. auf Indien – hat begonnen.
Unsere Strategie der „Allianzen für nachhaltige Gesundheitsversorgung“ werden wir weiter vorantreiben und ihre Umsetzung für andere Geschäftsfelder und Regionen prüfen. Dies schließt die Themen Marktzugang und Preiskonzepte ein. Die bestehenden „Bayer Social Healthcare Programs“ bleiben ein Kernbestandteil. Bayer wird auch in Zukunft seine Innovations- und Forschungsanstrengungen fortsetzen, Allianzen zur Intensivierung weltweiter Partnerschaften eingehen und dazu Medikamente bereitstellen. Das Engagement von Bayer HealthCare unterstützt damit die Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen.

Malariagebiete

Malaria ist eine der gefährlichsten Tropenkrankheiten. Weltweit sterben daran laut WHO jedes Jahr mehr als 880.000 Menschen. Besonders betroffen sind Gebiete in Afrika südlich der Sahara. Hier stirbt an dem durch die Anopheles-Mücke übertragenen Parasiten Plasmodium alle 30 Sekunden ein Kind. Medikamente, die Erwachsene einnehmen können, haben wegen Resistenzen an Wirksamkeit verloren. Imprägnierte Mückennetze bieten gerade für die Kleinsten guten Schutz.
Malariagebiete
http://www.nachhaltigkeit2009.bayer.de/de/allianzen-fuer-gesundheit.aspx

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