Das Unternehmen

Mit Innovationen in die Zukunft

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien. Als Erfinder-Unternehmen setzen wir Zeichen in forschungsintensiven Bereichen. Unser Ziel: mit unseren Produkten und Dienstleistungen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig wollen wir Werte schaffen durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft – im Interesse unserer Aktionäre, unserer Mitarbeiter und der gesamten Gesellschaft in allen Ländern der Erde, in denen wir tätig sind.

Unser wirtschaftlicher Erfolg

Bayer war 2009 in einem schwierigen Umfeld erfolgreich. Mit einem um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA von 6,5 Milliarden Euro erzielten wir den dritthöchsten Wert der Unternehmensgeschichte. Unser ambitioniertes Ziel, den Ergebnisrückgang gegenüber dem Rekordjahr 2008 auf ca. 5 Prozent zu begrenzen, haben wir annähernd erreicht. Zudem steigerten wir unseren Netto-Cashflow um 49 Prozent auf den neuen Rekordwert von 5,4 Milliarden Euro. Die Nettofinanzverschuldung konnten wir damit deutlicher als geplant um 4,5 Milliarden Euro auf 9,7 Milliarden Euro senken. Das Konzernergebnis lag 2009 bei 1,4 Milliarden Euro.

Unsere Aktie

Auch 2009 entwickelte sich die Bayer-Aktie im dritten Jahr in Folge besser als der Deutsche Aktienindex und der EURO STOXX 50. Sie gewann im Jahresverlauf 34,7 Prozent. Unter Einbeziehung der im Mai 2009 gezahlten Dividende von 1,40 Euro pro Aktie errechnet sich eine Performance von 39,8 Prozent. Die Bayer-Aktie schloss am Jahresende mit 55,96 Euro nahezu am Jahreshöchstkurs. Ein langfristig orientierter Anleger, der vor fünf Jahren 10.000 Euro in Bayer-Aktien investierte und die Dividenden wieder reinvestierte, verfügte somit am 31. Dezember 2009 über ein Vermögen von 27.247 Euro. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 22,2 Prozent.
Das Eigenkapital des Bayer-Konzerns betrug zum 31. Dezember 2009 18.951 Millionen Euro, das bis auf 54 Millionen Euro den Gesellschaftern der Bayer AG zuzurechnen ist. Unsere Aktionärsstruktur ist weiterhin sehr international: Laut einer Erhebung über den Aktienbesitz institutioneller Anleger aus dem Jahr 2009 entfallen etwa 28,60 Prozent des identifizierten Kapitals auf Anleger mit Stammsitz in den usa und Kanada, 25,74 Prozent auf Anleger aus Deutschland. 8,48 Prozent der Anleger kommen aus Frankreich, Spanien, Italien und Portugal. Auf uk und Irland entfallen 7,10 Prozent und 4,57 Prozent auf Benelux. Aus Österreich, Schweiz und Liechtenstein kommen 4,56 Prozent und aus Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden 3,11 Prozent der Anleger. Aus den übrigen Ländern stammen 0,26 Prozent der Anleger. 17,58 Prozent des Aktienkapitals sind dabei nicht erfasst.
Vorstand und Investor-Relations-Abteilung stehen im regelmäßigen Dialog mit privaten und institutionellen Anlegern. Hauptversammlung, Investorenkonferenzen, Privatanlegerforen und Roadshows sind dabei wichtige Instrumente. In Einzelgesprächen und auf Konferenzen wurden Investoren auch über das Engagement von Bayer im Bereich Nachhaltigkeit informiert.
Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2009 stellte die Bayer AG im September 2009 den gesamten Aktienbestand von 826.947.808 Inhaberaktien im Verhältnis 1:1 auf Namensaktien um. Durch die Umstellung und Erfassung unserer Anteilseigner im Aktienregister soll die Kontaktaufnahme mit unseren Aktionären erleichtert und die Transparenz erhöht werden.
Umsatz nach Teilkonzernen
* Den Teilkonzernen nicht direkt zugeordnet, im Wesentlichen Umsatzerlöse der Servicegesellschaften

Unsere Akquisitionen und Investitionen 2009

Die Erwerbskosten für die 2009 getätigten Aquisitionen betrugen 404 Millionen Euro. Bayer HealthCare übernahm 2009 u. a. für 43 Millionen Euro zwei Produktlinien aus dem Bereich Dermatologie von der us-amerikanischen SkinMedica, Inc. mit Sitz in Carlsbad, usa. Bayer CropScience erwarb 2009 u. a. die Athenix Corp., usa, ein nicht börsennotiertes Biotech-Unternehmen mit Sitz in Research Triangle Park, usa, für 286 Millionen Euro. Bayer MaterialScience erwarb im Juni 2009 den restlichen 10-Prozent-Anteil der Bayer Polymers (Shanghai) Co. Ltd., China, für 24 Millionen Euro. Ein Überblick über die wesentlichen Investitionen und sonstigen Erwerbe des Berichtsjahres findet sich in unserem Geschäftsbericht 2009.

Unsere Unternehmensstruktur

Das Unternehmen ist 1863 in Wuppertal, Deutschland, entstanden und hat seit 1912 seinen Sitz in Leverkusen, Deutschland. Der Bayer-Konzern ist mit rund 300 vollkonsolidierten Gesellschaften auf fünf Kontinenten vertreten. Er wird geführt von einer Management-Holding, unter deren strategischer Leitung die Teilkonzerne und Servicegesellschaften eigenverantwortlich arbeiten. Das operative Geschäft obliegt den drei Teilkonzernen Bayer HealthCare, Bayer CropScience und Bayer MaterialScience. Unsere drei Servicegesellschaften Bayer Business Services GmbH, Bayer Technology Services GmbH und Currenta GmbH & Co. OHG bieten internen wie externen Kunden Unternehmensdienstleistungen an.
Konzernvorstand

Unsere Führungsstruktur

Der Aufsichtsrat des Bayer-Konzerns setzt sich dem deutschen Mitbestimmungsgesetz entsprechend aus zehn Vertretern der Anteilseigner und zehn Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Gemäß seinem gesetzlichen Auftrag hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2009 kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Die Weiterentwicklung der Corporate-Governance-Grundsätze im Unternehmen, die Änderungen des „Deutschen Corporate Governance Kodex“ vom Juni 2009 und die gesetzlichen Neuerungen durch das Vorstandsvergütungsangemessenheitsgesetz (VorstAG) waren ein wichtiger Bestandteil der Aufsichtsratsarbeit. Im Dezember 2009 konnten Vorstand und Aufsichtsrat erneut die Erklärung abgeben, dass die Bayer AG in vollem Umfang den Empfehlungen des „Deutschen Corporate Governance Kodex“ entsprochen hat und ihnen in Zukunft mit einer vorübergehenden Ausnahme wieder voll entsprechen will. Mehr dazu finden Sie in unserem Geschäftsbericht 2009.

Unsere Vergütungsprinzipien

Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich im Wesentlichen aus vier Komponenten zusammen: einer jährlichen Festvergütung, einer kurzfristigen variablen Vergütung, die sich als Zielvergütung auf ein Geschäftsjahr bezieht, einer langfristigen variablen Vergütung, die sich als Zielvergütung auf drei Geschäftsjahre bezieht, sowie einer betrieblichen Altersversorgung mit nach Dienstjahren wachsenden Pensionsanwartschaften. Hinzu kommen Sachbezüge und sonstige Leistungen wie z. B. Firmenfahrzeug mit Privatnutzung oder Kostenerstattung einer Gesundheitsvorsorgeuntersuchung. Die kurzfristige variable Vergütung für das Jahr 2009 bemisst sich an der um Sondereinflüsse bereinigten ebitda-Marge für den Konzern und am gewichteten Durchschnitt der Zielerreichung der Teilkonzerne HealthCare, CropScience und MaterialScience. Die Zielerreichung der Teilkonzerne ist im Wesentlichen gekoppelt an die Planerreichung in Bezug auf das um Sondereinflüsse bereinigte ebitda. Zudem fließt eine qualitative Bewertung gegenüber Markt und Wettbewerb ein.
Das Vergütungssystem des Vorstands war bislang auf Nachhaltigkeit angelegt und hat bereits in der Vergangenheit die Empfehlungen des „Deutschen Corporate Governance Kodex“ sowie viele Forderungen des neuen Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) vom August 2009 erfüllt. Damit Bayer auch in Zukunft bei der Vergütung des Vorstands die Anforderungen des neuen VorstAG und die Empfehlungen des „Deutschen Corporate Governance Kodex“ voll erfüllt, hat der Aufsichtsrat im Dezember 2009 Anpassungen beschlossen link.
Die Vergütung des Aufsichtsrats richtet sich nach den entsprechenden Satzungsbestimmungen, die seit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2005 nicht mehr geändert wurden. Danach erhalten die Mitglieder des Bayer-Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Aufwendungen eine feste und eine variable Vergütung. Die jährlich feste Vergütung beträgt 60.000 Euro, die variable Vergütung ist erfolgsabhängig und richtet sich nach dem Brutto-Cashflow des Geschäftsjahres, der im Konzernabschluss ausgewiesen ist. Für je angefangene 50 Millionen Euro, um die der Brutto-Cashflow den Betrag von 3,1 Milliarden Euro übersteigt, beträgt der variable Teil 2.000 Euro, insgesamt jedoch höchstens 30.000 Euro. Gemäß den Bestimmungen des „Deutschen Corporate Governance Kodex“ werden Vorsitz und stellvertretender Vorsitz im Aufsichtsrat sowie Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen gesondert berücksichtigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache des sogenannten einfachen Satzes. Mitgliedern von Ausschüssen steht ein zusätzliches Viertel und Ausschussvorsitzenden ein weiteres Viertel des einfachen Satzes zu. Insgesamt ist die Vergütung jedoch auf das Dreifache des einfachen Satzes begrenzt. Für die Mitgliedschaft im Nominierungsausschuss wird einvernehmlich keine zusätzliche Vergütung gewährt. Veränderungen im Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen während des Geschäftsjahres führen zu einer zeitanteiligen Vergütung. Die Vergütung der einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder legen wir jährlich im Geschäftsbericht individualisiert offen.

Nachhaltigkeit als Bemessungsgrundlage

Wir haben damit begonnen, die variable Vergütung von Führungskräften im Bayer-Konzern direkt an Nachhaltigkeitserfolge zu koppeln, indem wir Nachhaltigkeitsziele in die individuellen Zielvereinbarungen von Führungskräften integrieren. Unser Ziel ist es, eine enge Verknüpfung von Nachhaltigkeitszielen und variablen Gehaltsbestandteilen konzernweit umzusetzen.

Unsere Mitarbeiter weltweit

Der Erfolg unseres Unternehmens basiert auf dem täglichen Engagement unserer weltweit 108.400 Mitarbeiter (2008: 108.600). Rund 34 Prozent (2008: 34 Prozent) davon sind an unseren Standorten in Deutschland beschäftigt. Weltweit sind ca. 72 Prozent (2008: 74 Prozent) unserer Mitarbeiter in Ländern tätig, die zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehören. Fast 28 Prozent (2008: 26 Prozent) arbeiten in insgesamt 43 Nicht-oecd-Staaten. Darunter nimmt China mit etwa 7.435 Mitarbeitern den ersten Rang ein, gefolgt von Indien (3.688) und Brasilien (3.370).

Der Bayer-Konzern

Der Bayer-Konzern ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Gesellschaften rund um den Globus.
Auf der Karte findet sich eine Auswahl wichtiger Unternehmensstandorte.
Der Bayer-Konzern

Der Bayer-Konzern 2009 in Zahlen (Vorjahreswerte in Klammern)

NordamerikaLateinamerika/
Afrika/Nahost
EuropaAsien/PazifikGesamt
Umsatz (in Mio. €)7.705
(8.026)
4.783
(4.958)
12.968
(14.549)
5.712
(5.385)
31.168
(32.918)
Mitarbeiter16.300
(17.000)
16.000
(15.300)
54.500
(55.500)
21.600
(20.800)
108.400
(108.600)
F+E Ausgaben
(in Mio. €)
507
(459)
28
(36)
2.080
(2.014)
131
(144)
2.746
(2.653)
Anzahl vollkonsolidierte
Gesellschaften
44
(45)
45
(46)
156
(167)
57
(58)
302
(316)
http://www.nachhaltigkeit2009.bayer.de/de/das-unternehmen.aspx

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