Bayer fördert in Indonesien den nachhaltigen Anbau von Reis
Ein weiteres Leuchtturm-Projekt widmet Bayer dem Reis, einem der wichtigsten Grundnahrungsmittel in der Region Asien und Pazifik. Allein in Indonesien leben mehr als 40 Millionen Menschen von Reis. Dort hat Bayer CropScience 2009 ein Programm gestartet, das die Ertrags- und Einkommenssituation der Reis-Bauern nachhaltig verbessern soll: Kern ist eine neue Anbaumethode – die Direktsaat. Im Unterschied zum gewöhnlichen Nassreisanbau, bei dem Bauern junge Reispflanzen per Hand in gefluteten Reisfelder einsetzen, wird bei der Direktsaat vorgekeimter Reis maschinell und trocken gesät. Dies steigert den Ertrag, spart große Wassermengen ein, reduziert den Bedarf an Dünger und senkt zudem den Ausstoß an klimaschädlichem Methan, das durch Gärung in stehenden Gewässern entsteht, um 30 Prozent. Das Programm umfasst ein integriertes Angebot von Saatgut, Sämaschinen, Pflanzenschutzprodukten und Schulungsprogrammen für die Bauern.
Zur Entwicklung neuer Reis-Sorten kooperiert Bayer CropScience auch mit dem Internationalen Reisforschungsinstitut (International Rice Research Institute, IRRI) auf den Philippinen. Ziel der Bayer-Forscher ist es, die Ernteerträge um 15 bis 20 Prozent zu erhöhen und die Reispflanzen widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse zu machen. Aufbauend auf Forschungsergebnissen des IRRI arbeitet Bayer CropScience an einer Reis-Variante, die es bis zu zehn Tagen unter Wasser aushält, ohne „zu ertrinken“. Diese Überflutungsresistenz ist wichtig in Küstengebieten, die immer wieder überschwemmt werden – eine Situation, die infolge des Klimawandels künftig häufiger auftreten dürfte.